Wie funktioniert eine Wurmkiste?

Was ist eine Wurmkiste genau?

Die Wurmkiste ist eine Art Farm, in welcher Würmer leben und Bioabfälle kompostieren. Sie ist praktisch und umweltfreundlich, da der Biomüll als Nahrung für die Würmer dient. Im Gegenzug erhält man Kompost, den man als Dünger für seine Pflanzen verwenden kann.

Wurmkiste

Was muss ich beachten?

Die Würmer bevorzugen klein Geschnittenes, Strukturiertes und Feuchtes. Es macht daher Sinn, gewisse Abfälle vorher zu zerkleinern oder zu befeuchten. Prinzipiell dient Bioabfall als Nahrung, dennoch gibt es ein paar Ausnahmen.

• Das darf in die Kiste: Kaffeesatz, Teebeutel, diverser Obst- und Gemüse Abfall*, Papier (kein Hochglanzpapier), Karton, Eierschalen, Blätter (keine Nussblätter), Kalk, Nussschalen und Bioplastik (wenn das Plastik nicht aus „Bio-Erdöl“ besteht, sondern aus Mais etc.)

• Das darf nicht in die Kiste: *Zitrusfrüchte, Bananenschalen, Knoblauch, Gewürze, keine tierischen Abfälle (Eier, Knochen, Milchprodukte ...), Frittiertes

Als Merksatz gilt: Die Würmer sind „Rohkost-Veganer“ ;-)

Bei richtiger Pflege kommt es zu keiner Geruchsentwicklung.

Was sind die optimalen Bedingungen für die Wurmkiste?

Da die Würmer es dunkel mögen, solltest du dich für einen dunklen Standort entscheiden. Die Temperatur sollte idealerweise 15-25 °C betragen, so fühlen sich die Würmer am wohlsten. Denn wenn es zu kalt (unter dem Gefrierpunkt oder bis 10°C) oder zu heiß ist (30-40°C), können sie sterben.

Auch muss die Kiste, wenn sie in den warmen Monaten draußen steht, im Winter in die Wohnung gebracht werden. Im Sommer darf die Wurmkiste außerdem auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen.

Die Schichten der Kiste sind folgendermaßen angeordnet.

1. Schicht: hier platziert man die Abfälle

2. Schicht: hier leben und vermehren sich die Würmer

3. Schicht: fertiger Wurmhumus („Wurmtee“) im Auffangbecken

Wurmkiste Aufbau

Was passiert mit den Abfällen in der Kiste?

Die Abfälle gelangen in die 2. Schicht, in der die Würmer leben. Dort essen sie den Müll, pflanzen sich fort und scheiden die Abfälle wieder aus, das ist der fertige Humus. Dieser wird dann, je nach Art der Kiste (selbstgemacht oder gekauft, mit Ventil oder ohne) „geerntet“.

Fakten:

• Bei einer Wurmkiste mit 10 Litern Volumen sollte man idealerweise 150 Gramm Würmer einsetzen

• Die Düngerproduktion dauert im Durchschnitt 6-9 Monate. Der Kompost ist fertig, wenn die Erde gleichmäßig und krümelig ist.

Anleitungen wie du dir selber eine Wurmkiste bauen kannst, findest du unter Experimente